„Ich will verstehen“, sagte er schließlich.
Lena lächelte. Diesmal war es ihr professionelles Lächeln, doch darunter lag noch etwas anderes. Etwas, das Hugo für echt hielt.
„Dann buch mich wieder“, sagte sie. „Und beim nächsten Mal wartest du. Nicht, weil ich es will. Sondern weil du es willst.“
Sie ging.
In den folgenden Wochen veränderte sich etwas. Nicht schnell und nicht dramatisch. Doch Hugo bemerkte, dass er Frauen anders betrachtete. Wenn sie ihm auf der Straße begegneten, fiel sein Blick nicht mehr nur auf ihre Gesichter oder ihre Brüste, sondern auf ihre Körpermitte, auf die Stelle zwischen Brustkorb und Becken. Die flache Ebene. Die schmale Taille. Die Geometrie.
Er buchte auch andere Frauen. Einmal eine mit einem weicheren Bauch. Der Sex war gewöhnlich, Hugos Orgasmus blieb schwach und verpuffte ohne Druck, ohne Nachhall. Ein anderes Mal buchte er eine Frau, die in einem Fitnessstudio arbeitete und einen harten, deutlich definierten Sixpack hatte. Er hatte erwartet, dass ihn dieser Anblick erregen würde. Stattdessen hatte er das Gefühl, gegen eine Wand zu stoßen. Ihr Bauch war zu hart, zu männlich, zu sehr wie seine eigene Anspannung. Sein Orgasmus war mit dem, was er bei Lena erlebt hatte, nicht zu vergleichen. Er war beinahe lächerlich.
Auch in der Bank lief es hervorragend. Im Durchschnitt setzte die Bank jede zweite seiner Analysen um. Durch seine eigenen Geschäfte, die er inzwischen zusätzlich mit von der Bank geliehenem Geld finanzierte, und einen Bonus von 62.000 Euro nach Steuern und Abgaben stieg sein Vermögen auf 722.000 Euro.
Es hätten rund 15.000 Euro mehr sein können. Doch obwohl Hugo sich selbst gegenüber sonst ausgesprochen sparsam war, konnte und wollte er den Trieb eines jungen Mannes nicht ständig unterdrücken. So wurden die wöchentlichen Ausgaben für eine gemietete Frau – manchmal, wenn der Druck zu groß wurde, auch für zwei Treffen – für ihn zu einem festen und akzeptablen Posten.
Damit schaffe er sich Erinnerungen, hatte Samenschleuder ihm erklärt, die ihn sein ganzes Leben lang begleiten würden – vorausgesetzt, er genoss diese Zeit und unterwarf sie nicht denselben Zahlen und Berechnungen wie alles andere. Wichtig sei nur, dass er sich genau das gönne, wonach sein Körper verlangte: seinen bevorzugten Frauentyp.
Es war Mitte Januar, und allmählich gelang es Hugo, mehr Kontrolle über sich zu gewinnen. Nur Stück für Stück, aber es ging voran. Nach jedem gelungenen Abend zählte er die Erfolge still mit, und manchmal, wenn er nachts wach lag, fragte er sich, ob das wirklich er selbst war – oder nur eine Phase, die jeden Moment wieder kippen konnte. Er buchte andere Frauen, die in den angrenzenden Hotels arbeiteten. Mit jeder Buchung fiel es ihm leichter, und gelegentlich gaben ihm sogar Hotelangestellte einen Tipp, wenn eine neue Frau, die seinem Beuteschema entsprach, in einem der Hotels auf Kundenfang war und zufällig noch verfügbar war.
Sonja war genau so eine Frau. Sie war jünger als Lena, und das faszinierte ihn. Jünger sogar als er selbst – gerade erst achtzehn. Ihr Körper war weicher, rundlicher, und Hugo bemerkte, dass sein Blick nicht an ihrer Mitte hängen blieb. Das irritierte ihn mehr, als er zugeben wollte. Sie war bildhübsch und so jung, aber sie hatte nicht das, was er suchte. Nicht die Form. Nicht die Geometrie. Er fragte sich, warum ausgerechnet das bei ihm so fest saß, und fand keine Antwort.
Sie duschte bei ihm, wie es inzwischen seine Gewohnheit war. Danach kam sie zurück ins Wohnzimmer, setzte sich neben ihn aufs Sofa, und sie begannen. Hugo versuchte umzusetzen, was Lena ihn gelehrt hatte. Er konzentrierte sich auf ihre Anweisungen, so gut er sie im Kopf hatte, und hoffte insgeheim, dass seine Hände sich daran erinnerten, auch wenn sein Kopf zögerte. Er kniete sich vor sie und liebkoste ihre Waden, strich langsam über die weiche Haut hinunter bis zu den Knöcheln und weiter zu ihren Füßen. Schließlich massierte er ihre Füße mit geübtem Druck: an den Ballen etwas kräftiger, von den Zehen zurück zu den Ballen etwas leichter. Seine Finger bewegten sich in langsamen, kreisenden Bewegungen. War das richtig? Fühlte sie überhaupt etwas, oder wartete sie nur ab, bis er fertig war? Er konnte es nicht unterscheiden, und das machte ihn nervös.
Sein Blick fiel dabei immer wieder auf den Teil ihres Körpers, der ihn magisch anzog. Doch trotz ihrer Jugend fehlte Sonja das, was ihn bei Lena so stark angezogen hatte. Er löste sich von ihren Füßen, führte sie zum Bett und verlangsamte seine Bewegungen. Er berührte sie am Hals und liebkoste sie. Er ließ seine Zunge über ihre Brüste gleiten und schmeckte ihre Haut. Er achtete auf ihre Atmung und auf die Spannung ihrer Muskeln. Jede kleine Regung prüfte er wie ein Zeichen, das er zu deuten versuchte – und bei dem er nie sicher war, ob er es richtig las. Er achtete darauf, nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben – nicht aus Güte, sondern aus dem Wissen, dass das Geben eine Form der Macht war, die er noch nicht beherrschte. Dieses Wissen hatte er von Lena, und es beschämte ihn ein wenig, wie fremd es ihm immer noch war.
Es dauerte länger als bei Lena. Hugo fand keinen verlässlichen Zugang zu ihren Reaktionen und wurde zunehmend unsicher. Ein ungutes Ziehen breitete sich in ihm aus, dieses vertraute Gefühl, kurz davor zu sein, etwas falsch zu machen. Doch irgendwann spürte er, wie sich ihre Atmung und seine eigene veränderten. Seine eigene Atmung wurde schneller. Er selbst stand kurz vor dem Höhepunkt und glaubte, auch sie sei bereit, gemeinsam mit ihm diese Schwelle zu überschreiten.
Doch als sein Orgasmus abgeklungen war, sagte sie schließlich:
„Ich bin nicht gekommen.“
Ihre Stimme war flach, fast gelangweilt. Sie sagte es nicht vorwurfsvoll. Sie stellte es lediglich als Tatsache fest, wie man sagt: Es regnet. Hugo spürte einen kurzen Stich. Nicht Wut, sondern diese dumpfe Ernüchterung, die sich einstellte, als ihm klar wurde, dass er ihre Reaktionen falsch gedeutet hatte. Er hatte geglaubt, kurz vor dem Erfolg zu stehen, und sich erneut getäuscht.
Er dachte an das, was Lena ihm gesagt hatte. An die Zuhälter. An die Bindung, die tiefer reichte als Geld. An die Loyalität, die aus sexueller Befriedigung erwuchs.
Er dachte daran und wusste, dass es nicht Sonjas Schuld war. Es war sein Problem, weil er es nicht geschafft hatte. Weil er noch nicht gut genug war. Weil er ein Anfänger in einer Welt war, deren Regeln in keinem Buch standen. Der Gedanke frustrierte ihn, aber er weigerte sich, daran zu zerbrechen. Lena hatte ihm gezeigt, dass es möglich war. Dann musste auch er lernen können, die Reaktionen einer Frau richtig zu verstehen.
Er rollte sich von ihr herunter, blieb neben ihr auf dem Rücken liegen und starrte an die Decke.
„Das ist doch nicht dein Problem“, sagte er. „Das ist mein Problem, wenn du nicht kommst.“
Sonja drehte den Kopf und sah ihn an. In ihren Augen lag etwas, das er nicht erwartet hatte – keine Dankbarkeit, keine Bewunderung, sondern eine Art Erstaunen, das beinahe wie Respekt aussah.
„Du hast zugehört“, sagte sie.
Hugo nickte nur. Das war mehr, als er von ihren ersten Worten erwartet hatte, und es ließ ihn leichter atmen.
Weitere Wochen vergingen. Hugo buchte inzwischen regelmäßig dieselben vier Frauen. Sie ähnelten sich vom Typ her: jung, schlank und zierlich, mit kleinen Brüsten. Zwei von ihnen waren außerdem slawischen Typs. Die Routine beruhigte ihn. Er wusste inzwischen, worauf er sich einließ, und die Angst, vorzeitig zu versagen, trat zwar nicht ganz zurück, verlor aber deutlich an Schärfe. Manchmal, wenn eine der Frauen unter ihm stöhnte, fragte er sich noch immer, wie viel davon gespielt war – aber er lernte, mit dieser Ungewissheit zu arbeiten statt daran zu verzweifeln.
Der Frühling kam unaufhaltsam. Die Frauen um ihn herum trugen kürzere Röcke, was vor allem seine Kollegen mit ausgiebigen Blicken honorierten. Hugo wurde mittlerweile für die Gegenkontrolle der Analysen anderer Mitarbeiter herangezogen. Nun saß er manchmal auf der anderen Seite des Schreibtisches, während einer seiner Kollegen ihm seine Analyse vortrug. Eigentlich wäre das nicht erwähnenswert gewesen, wenn man sein Alter außer Acht gelassen hätte. Hugo selbst spürte dabei eine gedämpfte Genugtuung. Hier, in diesem Raum, war er nicht der, der zu früh kam und danach die Bettwäsche wechselte. Hier wusste er, was er tat.
Als Brenner ihn eines Tages erneut an den Konferenztisch setzte, betrachtete der ältere Analyst mit dem Siegelring Hugo über den Rand seiner Unterlagen hinweg.
„Das darf er jetzt auch schon?“, fragte er.
Brenner deutete mit dem Kinn auf Hugo.
„Der Knabe hat uns mittlerweile zweiundneunzig Millionen eingebracht. Dagegenzuhalten dürfte erheblich schwieriger sein, als sein Alter zu beanstanden.“
Hugo lächelte höflich und sagte nichts. Der Begriff „Knabe“ stachelte ihn ein wenig, aber die Zahl, die Brenner genannt hatte, trug das locker weg. Zweiundneunzig Millionen. Er spürte, wie sich etwas in seiner Brust aufrichtete – eine verhaltene, aber echte Zufriedenheit.
Teil 2 – Lena
Er buchte Lena wieder. Und wieder. Jedes Mal beobachtete er ihren Bauch, wenn sie sich auszog. Jedes Mal spürte er dieselbe wachsende Erregung in seinem Glied, denselben intensiven Orgasmus, der sich wie ein Knoten in ihm zusammenzog und sich schließlich mit einer gewaltigen Menge Ejakulat löste, die ihn selbst erschreckte.
Immer wieder kam Lena zu ihm. Ohne es ausdrücklich vereinbart zu haben, buchte er sie stets in der letzten Woche des Monats für einen Abend. Manchmal blieb sie auch etwas länger. Es war zur Gewohnheit geworden, und Hugo stellte überrascht fest, dass er diese Termine im Kalender anders markierte als die anderen. Nicht bewusst. Er bemerkte es erst, als er einmal danach suchte.
„Am Monatsende wird bei vielen das Geld knapp“, scherzte sie einmal. „Dann kann ich mir bei dir wenigstens ein bisschen mehr Zeit lassen.“
Er mochte diese Bemerkung. Sie klang nicht wie eine Rechnung, sondern wie etwas, das man sagt, wenn man sich wohlfühlt.
Sie holte sogar etwas zu essen, während Hugo am Schreibtisch saß und so tat, als würde er vertieft arbeiten. Doch sie bemerkte, wie sein Blick immer wieder verstohlen über ihren Körper wanderte. Zwischen ihnen hatte sich längst eine gewisse Vertrautheit entwickelt. In ihrer Gegenwart musste er seine Unsicherheit nicht mehr ständig verbergen. Sie nahm das Geld, das Hugo auf die Küchenarbeitsplatte gelegt hatte, verschwand und kehrte mit chinesischem Essen für sie beide zurück.
Sie verstand auch, ohne dass er es ihr erklären musste, dass er vor dem Schlafengehen das Bett lieber noch einmal frisch bezog. Sein Ekel vor seinem eigenen Ejakulat war merklich gewachsen. Nach dem Sex duschte er sofort. Etwa vierzig Minuten später ging er häufig noch einmal unter die Dusche, weil ihn der Gedanke beschäftigte, es könne weiterhin Sperma aus ihm austreten. Dazwischen bezog er das Bett neu, weil er sich davor ekelte, mit möglichen Spuren seines eigenen Spermas in Berührung zu kommen. Diese Zwänge ärgerten ihn selbst. In der einen Hinsicht gewann er Kontrolle, und in der anderen verlor er sie spürbar – nur dass niemand außer ihm das je zu Gesicht bekam.
Lena erkannte seine innere Abneigung, ohne ihn darauf anzusprechen. Hugo war ihr dankbar dafür, dass sie sein Verhalten weder kommentierte noch infrage stellte.
Teil 3 – Die Sexlektion
Es war Ende Juni, und die Wohnung roch nach nichts, das Hugo sonst kannte. Er hatte gelüftet, die Heizung höher gedreht, sich ein zweites Mal geduscht und mit einem frischen Handtuch abgetrocknet. Er wusste nicht, für wen er all diese Vorbereitungen traf. Für sie – oder für das Bild, das er von sich entwerfen wollte. Sein Puls war schneller, als er es gern gehabt hätte. Er lief noch einmal durch die Zimmer, prüfte Dinge, die er bereits geprüft hatte, und merkte, dass er sich mit Beschäftigung vor der Aufregung drückte.
Lena klingelte um elf, wie vereinbart. Sie trug einen zu großen Mantel aus schwarzem Wollstoff, der die Konturen ihrer Schultern verschwimmen ließ. Er nahm ihn ihr ab. Darunter kam ein schlichtes, eng anliegendes schwarzes Kleid zum Vorschein, das ihre Mitte betonte, ohne etwas zu enthüllen.
„Du hast aufgeräumt“, sagte sie. Es war keine Frage.
„Ich wollte, dass du dich wohlfühlst.“
Sie sah ihn an. In ihren Augen lag dieselbe Prüfung wie immer, dieselbe Routine, doch diesmal schien sie länger zu brauchen, um zu einem Urteil zu kommen. Hugo hielt ihrem Blick stand, obwohl sein beschleunigter Herzschlag seine Anspannung verriet.
„Das ist neu.“
„Ich bin neu“, sagte er. Hatte das albern geklungen? Er wusste es nicht, aber es war gesagt.
Sie lächelte. Es war nicht ihr professionelles Lächeln, sondern etwas anderes, das er an ihr noch nicht gesehen hatte. Ihr Lächeln nahm ihm einen Teil seiner Anspannung, und er wünschte sich, es noch einmal zu sehen.
„Dann zeig mir, was du gelernt hast.“
Sie ging duschen. Er hörte das Wasser, dieses gleichmäßige Rauschen, das ihm inzwischen vertraut war. Er stand in der Mitte des Wohnzimmers und wusste nicht, wohin mit seinen Händen. Er legte sie auf die Sofalehne, steckte sie in die Hosentaschen und legte sie schließlich wieder auf die Lehne. Dann atmete er tief durch. Was, wenn das alles nicht reichte? Was, wenn sie nach zwei Minuten merkte, dass er immer noch der alte Hugo war? Er schob den Gedanken weg. Er war nicht mehr der alte Hugo. Das hatte er ihr ja gerade selbst gesagt.
Als sie zurückkam, trug sie nur ein Handtuch. Es war groß, beige und aus einem Stoff, der für eine Frau wie sie zu rau wirkte. Sie hatte es sich um die Brust geschlungen; es reichte nur bis zur Mitte ihrer Oberschenkel. Ihre Beine waren lang und schlank. Ihre Haut war so hell, dass sie beinahe leuchtete.
Sie setzte sich nicht sofort. Sie blieb vor ihm stehen und ließ ihn schauen, wie sie es immer tat. Doch diesmal betrachtete Hugo sie nicht nur. Er studierte sie wie eine Karte, die er auswendig lernen wollte. Er sah die feinen Linien ihrer Hüften, die teilweise unter dem Handtuch verschwanden. Er beobachtete, wie sich ihre Bauchdecke beim Atmen hob und senkte – kontrolliert, aber nicht so streng wie bei Julia. Bei Lena wirkte es weicher und natürlicher. Echte Spannung, keine antrainierte Haltung. Er wollte diese Stellen wiederfinden, später, mit seinen Händen. Er wollte wissen, wo sie reagierte und wo sie ihn nicht spürte.
„Setz dich“, sagte er.
Seine Stimme zitterte nicht. Auch das war neu.
Sie setzte sich. Das Handtuch rutschte ein Stück zur Seite und gab mehr von ihrem Körper frei: die sanfte Rundung ihrer Hüfte, die zum Becken hin verschwand. Er roch das Duschgel, etwas mit Mandeln, und darunter ihre eigene Wärme, die selbst diesen künstlichen Duft überlagerte.
„Letztes Mal“, sagte sie, „hast du mich angesehen. Aber du hast mich nicht gesehen.“
„Diesmal sehe ich dich.“
„Beweis es.“
Der Satz legte sich wie eine Herausforderung auf ihn. Hugo schluckte. Beweisen – das war eine hohe Latte, und er war sich nicht sicher, ob er darüber sprang. Aber die Angst, die ihn sonst gelähmt hätte, war diesmal gedämpfter. Er hatte geübt. Er hatte zugehört.
Er beugte sich vor. Nicht, um sie zu küssen, und nicht, um nach ihr zu greifen. Er legte lediglich eine Hand auf ihre Wange. Ihre Haut war warm und noch feucht vom Dampf. An ihrem Kiefer spürte er die Pulsader, ein schnelles, leises Trommeln. Sein eigener Puls antwortete darauf, und für einen Moment war er sich nicht sicher, ob er ihr Dröhnen oder seines spürte. Er ließ seine Finger dort ruhen, ertastete die Kontur ihres Gesichts und glitt dann langsam mit dem Daumen über ihre Unterlippe, als berühre er eine Taste, deren Funktion er noch nicht kannte.
Sie öffnete den Mund. Nicht weit. Nur so weit, dass er ihren warmen Atem an seinem Finger spürte.
Er zog die Hand zurück. Er wollte nichts überstürzen. Er wollte verstehen, wo er anfangen musste. Und wenn er bei ihrem Puls anfing – gut. Das war ein Anfang, den er lesen konnte.
Er begann bei ihren Händen. Er nahm ihre rechte Hand zwischen seine beiden, drehte sie um und betrachtete ihre Finger, die kurzen, sauberen Nägel und die feinen Linien auf der Haut. Er beugte sich hinab und küsste ihren Handrücken, dann ihr Handgelenk, dort, wo ihr Puls deutlicher zu spüren war. Er hörte, wie sich ihre Atmung veränderte.
„Das ist ungewöhnlich“, sagte sie.
„Ist es gut?“
„Es ist anders.“
Anders. Nicht gut, nicht schlecht. Hugo zog daraus keinen Schluss und beschloss, dass er ihn auch nicht brauchte. Er würde einfach weitermachen und schauen, was geschah.
Er ließ ihre Hand los und fuhr mit den Fingern ihren Arm hinauf. Über den Ellenbogen und weiter über die Innenseite, wo ihre Haut dünner war und bläulich schimmerte. Sie zuckte leicht, als er die empfindliche Stelle in ihrer Armbeuge berührte. Er merkte es. Ein kleines Zeichen – aber ein echtes, und es freute ihn mehr, als ihm lieb war.
Seine Finger strichen weiter über den Oberarm bis zu ihrer Schulter. Statt nach ihrer Brust zu greifen, wie sein Körper es verlangte, legte er seine Hand in ihren Nacken. Seine Erregung drängte, aber er ignorierte sie. Noch nicht. Erst wollte er hören, was ihr Körper sagte.
Ihr Haar war noch feucht und kühlte seine Finger. Er massierte ihren Nacken langsam, mit einem Druck, der nicht forderte, sondern anbot. Sie senkte leicht den Kopf. Unter seinen Fingern spürte er, wie sich ihre Muskulatur löste und sie sich ihm Zentimeter für Zentimeter hingab. Dieses leichte Nachgeben erschien ihm unwillkürlich und nahm ihm einen Teil seiner Zweifel. Zum ersten Mal an diesem Abend glaubte er, ihre Reaktion richtig verstanden zu haben.
Erst dann küsste er sie.
Seine Lippen trafen auf ihre, trocken und warm, und er verharrte so, ohne sich zu bewegen. Er wollte zunächst nur spüren, wie sie atmete. Als sie den Mund öffnete, ließ er seine Zunge vorsichtig hineingleiten. Nicht fordernd, nur anwesend. Sie schmeckte nach Minze und nach etwas, das nur ihr gehörte. Ein Geschmack, den er nicht benennen konnte und dennoch wiedererkannte. Das Gefühl, das er dabei hatte, gefiel ihm. Es fühlte sich an, als gehöre dieser Geschmack inzwischen zu etwas, das er kannte und das ihn nicht mehr bedrohte.
Sie erwiderte den Kuss. Ihre Hand lag auf seinem Knie, und er spürte, wie sich ihre Finger in den Stoff seiner Hose krallten. Nicht aus Anstrengung, sondern aus Erwartung.
Er löste sich von ihr. Er wollte sich nicht im Kuss verlieren. Er wollte weiter – auch wenn ein Teil von ihm lieber geblieben wäre und der andere Teil schon längst etwas ganz anderes wollte.
Langsam schob er das Handtuch zur Seite. Er riss es ihr nicht vom Körper, sondern bewegte es nur so weit, dass zunächst ihre Hüfte und dann ihr Bauch frei wurden.
Er sah ihn wieder.
Die flache Ebene, die feinen Linien, die vom Brustansatz parallel nach unten verliefen wie eine natürliche Zeichnung. Der kleine, leicht längliche Nabel. Die glatte, beinahe porzellanfarbene Haut. Beim Atmen hob und senkte sich ihre Bauchdecke nur leicht. Hugo spürte, wie sich sein Atem beschleunigte. Hier war es wieder – dieses Ziehen, das ihn anzog und ihn gleichzeitig aufforderte, ruhig zu bleiben. Er war aufgeregt und angespannt wie bei ihrem ersten Treffen, nur dass er die Aufregung diesmal nicht fürchtete.
Hugo legte beide Hände auf ihren Bauch. Seine Finger waren gespreizt, die Daumen lagen am Rippenansatz. Die Wärme, die von ihrem Körper ausging, war dort intensiver als in ihrem Gesicht. Er ließ seine Hände ruhen und beobachtete, wie sich ihre Bauchdecke unter seinen Fingern bewegte.
„Atme“, sagte er.
Lena lachte kurz auf.
„Das habe ich dir beim letzten Mal gesagt.“
„Diesmal sage ich es dir.“
Das Lächeln dazu brachte er zustande. Immerhin. Ein kleiner Triumph, den nur er verstand.
Er begann, sie zu streicheln. Langsam. Von der Mitte aus bewegten sich seine Hände nach oben, über den Rippenansatz und dann seitlich an den sanften Konturen entlang. Er spürte, wie sich die Muskulatur unter ihrer Haut anspannte und wieder entspannte. Ihr Körper antwortete ihm, nicht mit Worten, sondern durch jede einzelne Reaktion ihrer Haut. Hugo registrierte jede dieser Reaktionen. Seine anfänglichen Zweifel ließen nach, je deutlicher ihr Körper auf seine Berührungen antwortete.
Er beugte sich vor und küsste ihre Schulter, dann ihren Hals und schließlich ihr Schlüsselbein. Seine Lippen hinterließen eine feuchte Spur, die sich über den Ansatz ihrer Brust zog. Ihre Brüste waren klein und fest. Als er eine ihrer Brustwarzen mit der Zunge umspielte, hörte er, wie sie den Atem anhielt. Er wechselte zur anderen Seite, nahm sich Zeit, ließ seine Zunge kreisen und saugte leicht daran. Unter seinen Lippen spürte er, wie sich die Brustwarze verhärtete. Diese unmittelbare Reaktion ließ keinen Zweifel zu. Erleichterung durchströmte Hugo, weil er offenbar die richtige Berührung gefunden hatte.
Doch er blieb nicht dort. Er wollte weiter, zu jenem Teil ihres Körpers, der ihn am stärksten anzog.
Er küsste sich an ihrem Körper hinab. Seine Hände umfassten ihren Brustkorb, die Daumen lagen auf ihren Rippen, während seine Lippen über die feinen Linien wanderten, die er zuvor so lange betrachtet hatte. Er küsste ihren Nabel, ließ seine Zunge hineingleiten und spürte, wie sie sich leicht wand. Ein leises Stöhnen drang aus ihrer Kehle. Ihr leises Stöhnen bestärkte ihn darin, weiterzumachen.
Er ging tiefer. Seine Hände glitten unter sie und hoben sie leicht an, während sein Mund ihren Venushügel erreichte. Nun roch er nicht mehr das Duschgel, sondern sie selbst, ihr eigenes Aroma, scharf und süß zugleich. Sein Körper reagierte sofort, die Anspannung in ihm wuchs, aber er ließ sie nicht zu Wort kommen. Erst sie, dachte er. Diesmal zuerst sie.
Er küsste die glatte Haut und ließ seine Zunge darübergleiten. Ihre Atmung wurde schneller.
„Langsam“, flüsterte sie.
Er gehorchte. Er wurde noch langsamer, umspielte sie mit der Zunge, ohne sofort ihre empfindlichste Stelle zu berühren. Er umkreiste sie, näherte sich ihr und wich wieder zurück. Ihre Hände krallten sich in das Kissen unter ihr. Er las daraus, dass er auf dem richtigen Weg war – aber richtig war noch nicht genug. Er wollte ganz sicher.
Erst als ihre Hüften sich leicht gegen ihn drückten, gab er ihr, wonach ihr Körper verlangte. Seine Zunge fand die kleine Erhebung und umspielte sie. Lena wurde lauter. Nicht gespielt, sondern echt. Ein tiefes, kehliges Geräusch, das aus ihrer Mitte zu kommen schien. Genugtuung erfüllte ihn, doch er zwang sich, konzentriert zu bleiben. Noch war ihr Höhepunkt nicht erreicht.
Er nahm zunächst vorsichtig einen Finger hinzu. Er spürte ihre Feuchtigkeit, ihre Enge und ihre Wärme. Langsam bewegte er ihn im Takt seiner Zunge, während er ihren Bauch beobachtete. Er sah, wie sich die feinen Linien veränderten und sich ihre Bauchdecke anspannte, wie sie sich nach innen zog. Er wusste, dass er auf dem richtigen Weg war.
„Dort“, sagte sie atemlos. „Genau dort.“
Er blieb bei derselben Bewegung. Er veränderte nichts, sondern wiederholte sie immer und immer wieder. Nicht ablenken, dachte er. Nichts ändern, wenn es funktioniert. Er spürte, wie sie sich um seinen Finger schloss und ihre Muskulatur zu pulsieren begann.
Dann kam sie.
Es war kein lauter Schrei, sondern ein tiefes, konzentriertes Zittern, das ihren gesamten Körper erfasste. Ihre Hände griffen nach seinen Haaren und hielten ihn fest. Sie presste sich gegen seinen Mund, während die Wellen durch sie gingen. Hugo spürte, wie sich ihr Zittern auf seinen eigenen Körper übertrug, und begriff, dass er ihr diesen Höhepunkt verschafft hatte. Zum ersten Mal hatte er nicht nur genommen, sondern auch ihr etwas gegeben. Diese Erkenntnis erfüllte ihn mit ungewohntem Stolz.
Er hörte nicht auf. Sein Finger bewegte sich weiter, nun sanfter, bis ihr Zittern allmählich nachließ und sich ihr Körper entspannte.
Erst als sie reglos dalag und ihre Atmung ruhiger wurde, zog er sich zurück. Er sah auf sie hinab. Ihr Bauch war leicht feucht von seinem Speichel und ihrem Schweiß. Die flachen Linien traten deutlicher hervor, während sich ihre Haut in einem langsameren Rhythmus hob und senkte.
Lena öffnete die Augen und sah ihn an. In ihrem Blick lag etwas, das er nicht kannte. Keine Dankbarkeit und keine Bewunderung, sondern Überraschung, vermischt mit einem kaum sichtbaren Anflug von Zärtlichkeit. Hugo starrte in diesen Blick und hatte das unbestimmte Gefühl, dass etwas zwischen ihnen sich verändert hatte – nicht dramatisch, nur um einen kleinen Schritt. Weg von der Transaktion, hin zu etwas, das noch keinen Namen hatte.
„Wo hast du das gelernt?“, fragte sie.
„Ich habe zugehört“, sagte er.
Sie lächelte. Diesmal war es echt.
„Dann hast du besser zugehört als die meisten.“
Hugo stand auf. Während sie ihn beobachtete, zog er sich hektisch aus.
Als er nackt vor ihr stand, bemerkte er, wie hart er war. Härter als je zuvor. Trotzdem empfand er kein unbeherrschbares Drängen. Seine Erregung war deutlich spürbar, doch sie beherrschte ihn nicht mehr. Das war ein eigenartiges Gefühl: Erregung ohne Panik. Er kannte es nicht und fand, dass es ihm gefiel.
Sie öffnete die Beine für ihn. Er kniete sich zwischen sie und griff nach dem Kondom, das er vor ihrer Ankunft auf den Nachttisch gelegt hatte. Er öffnete die Verpackung und rollte es über.
Dann drang er langsam in sie ein.
Sie war noch feucht, ihr Körper hallte noch von ihrem Höhepunkt nach. Sie nahm ihn mit einer Weichheit auf, die ihn überraschte. Hugo bewegte sich langsam. Sehr langsam. Er beobachtete ihr Gesicht und suchte nach jedem Anzeichen, das ihm verriet, was sie empfand. Als sich ihre Lippen öffneten und sie die Augen halb schloss, wusste er, dass er den richtigen Rhythmus gefunden hatte. Aber er misstraute dem Gefühl der Sicherheit noch. Es war zu früh, sich darauf auszuruhen.
Er beugte sich über sie und küsste ihren Hals und ihre Schulter. Seine linke Hand lag auf ihrem Bauch, dort, wo die feinen Linien verliefen. Unter seinen Fingern spürte er die Anspannung ihrer Muskulatur und wie sich ihr Körper gegen ihn presste.
Plötzlich spürte er, wie sein Höhepunkt näher kam.
Halt es zurück.
Noch war es nicht zu spät.
Abrupt stoppte Hugo seine Bewegung und hielt inne. Einen Moment lang, vielleicht auch zwei. Er blieb tief in ihr und begann, ihren Mund und ihren Nacken zu küssen. Körperliche Anspannung und beißender Frust durchströmten ihn. Der Frust war schlimmer als die Anspannung. Sein Körper schrie danach, weiterzumachen, und den Satz Nein, noch nicht, noch nicht musste er sich beinahe laut sagen. Ein Zittern ging durch seine Oberschenkel. Er zwang es weg.
Halt es zurück.
Er hörte die Worte mit Lenas Stimme in seinem Kopf.
Reiß dich zusammen. Kontrolle.
Der Drang, sich endlich Erleichterung zu verschaffen, war nahezu unerträglich. Doch genau diese Kontrolle wollte er. Er war bereits so weit gekommen und würde diesem Impuls nicht nachgeben, so stark er auch sein mochte. Nicht heute. Er musste sich selbst beweisen, dass er es schaffen konnte. Und unter dem Frust, tief darunter, begann etwas anderes zu wachsen – das vage, stolze Bewusstsein, dass er es aushielt, dass er diesen Impuls besaß und nicht der Impuls ihn.
Seine Küsse wurden zärtlicher.
Lena bemerkte seine Anspannung und den Frust, der sich in seinem Gesicht abzeichnete. Sie öffnete die Augen, strich ihm sanft über die Wange und ließ ihre Hände beruhigend über seinen Rücken gleiten.
„Warte“, flüsterte sie.
Er wartete. Regungslos blieb er in ihr und spürte ihre Wärme und ihren Puls. Nur ihre Hände bewegten sich weiter über seinen Rücken. Ihre Berührung half ihm, die Anspannung auszuhalten.
Allmählich ließ der Druck nach.
Hugo hatte erfolgreich dagegen angekämpft. Er hatte seinen inneren Trieb bezwungen. Stolz durchströmte ihn. Ein Gefühl vollkommener Männlichkeit breitete sich in ihm aus. Niemand außer ihm wusste, wie viel Kraft ihn dieser kurze Moment gekostet hatte. Umso stärker empfand er den Stolz darüber, sich nicht selbst verloren zu haben.
Als Lena ihm zunickte, begann er erneut. Langsam und ganz vorsichtig.
Und dann geschah etwas, womit er nicht gerechnet hatte: Er wollte, dass sie Freude empfand. Nicht er, sondern sie sollte es genießen.
Dieser Wunsch überraschte ihn.
Bisher war er immer auf sich selbst fokussiert gewesen – auf seine Angst, seine Kontrolle, sein Versagen. Dass er jetzt ihren Ausdruck suchte, ihre Anspannung, ihre Freude, war ihm selbst neu. Es fühlte sich nicht wie ein Verzicht an. Ihre Lust steigerte seine eigene Erregung und gab ihm zugleich das Gefühl, die Kontrolle zu besitzen.
Seine Stöße wurden allmählich kräftiger, und er drang tiefer in sie ein. Wieder und wieder. Er beobachtete, wie sich ihr Körper erneut anspannte, wie sich ihre Hände in die Matratze krallten und sie den Kopf in den Nacken legte. Schließlich gab sie sich dem Gefühl hin, das sich Welle für Welle in ihrem Körper aufbaute.
Hugo spürte seinen eigenen Höhepunkt noch immer näher kommen, doch er hielt ihn weiterhin zurück. Noch nicht. Er kannte den Trick jetzt. Er wusste, dass er aushielt, und dieses Wissen machte das Aushalten leichter.
Als Lena zum zweiten Mal kam, wurde sie lauter. Ihre Hände gruben sich in seinen Rücken. Ihre Muskeln zogen sich rhythmisch um ihn zusammen, immer und immer wieder. Die rhythmischen Bewegungen ihrer Muskeln brachten ihn selbst gefährlich nahe an den Höhepunkt. Dennoch hielt er sich zurück.
Erst als ihr Körper sich entspannte, hob Hugo seinen Oberkörper von ihr und betrachtete ihren Bauch, für den er – das musste er sich inzwischen eingestehen – eine Art Besessenheit entwickelt hatte. Warum ihn ausgerechnet dieser Teil des weiblichen Körpers derart faszinierte, konnte er nicht erklären. Im Augenblick wollte er auch keine Erklärung dafür finden. Seine Faszination war vorhanden, und er gab sich ihr hin.
Noch während er darüber nachdachte, spürte er, dass der Moment, in dem er sich noch hätte zurückhalten können, vorüber war.
Er drang schneller in sie ein. Der Anblick ihres feuchten, verschwitzten Körpers, ihrer kleinen Brüste, der vollkommenen Brustwarzen und dieses Bauches war zu viel für ihn. Zu viel, und es war gut so.
Augenblicklich bemerkte er, dass sich sein Orgasmus anders anfühlte. Er dauerte länger und war kräftiger, als er erwartet hatte. Sein Körper bäumte sich mehrmals auf, während sich das Kondom mit seinem Samen füllte.
Es war ein Höhepunkt, an den er sich erinnern würde.
Die Verbindung aus dem, was für ihn zu einem Fetisch werden sollte – oder vielleicht schon immer einer gewesen war, ohne dass er es gewusst hatte –, seiner neu entdeckten Selbstkontrolle und der Erregung, die dadurch entstanden war, dass er sich selbst die Erlösung verweigert hatte, war überwältigend.
Er blieb noch einen Moment in ihr und genoss ihre Wärme. Dann zog er sich zurück, rollte sich neben sie und ließ sich auf den Rücken sinken. Sie lagen schweißnass und atemlos nebeneinander. Hugo hörte, wie sich ihr Atem allmählich dem seinen anglich. Er lauschte darauf, wie man etwas lauscht, das man nicht gesteuert hat und das trotzdem gut läuft.
Nach einer Weile – er wusste nicht, wie lange sie bereits so dagelegen hatten – drehte Lena sich zu ihm. Sie legte ihre Hand auf seine Brust, direkt über sein Herz, und lächelte.
„Das“, sagte sie, „war keine Transaktion mehr.“
Hugo starrte an die Decke. Er spürte das Gewicht ihres Kopfes auf seinem Arm und die Wärme ihres Körpers an seiner Seite. Er wusste, dass sie recht hatte. Er dachte nach, ob ihn das beunruhigen sollte, und stellte fest, dass es ihn nicht beunruhigte.
Er hatte nicht bezahlt, um zu nehmen. Er hatte bezahlt, um zu lernen. Und er hatte gelernt, dass im Geben eine Macht lag, die tiefer reichte als jede Analyse.
„Buch mich wieder“, sagte sie leise. „Nicht, weil du es musst, sondern weil du es willst.“
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